Der Teide-Nationalpark

Der Finger Gottes
Der Finger Gottes

Im Jahr 1954 wurde das Gebiet der Cañadas ab einer Höhe von etwa 2000 Metern offiziell zum Nationalpark "Parque Nacional de las Cañadas del Teide" erklärt. Die Cañadas gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen und sind für jeden Besucher der Insel ein absolutes Pflichtprogramm.

Der Finger Gottes
Der Finger Gottes

Rund vier Millionen Menschen pro Jahr besuchen die Cañadas und viele von Ihnen auch gleich den Pico del Teide.
Auf einer Fläche von etwa 136 km² findet man hier eine Landschaft, die in dieser Form absolut einzigartig ist und schon oft als Filmkulisse diente. Dieses selten schöne Naturschauspiel, sollte man nicht verpassen, wenn man einmal auf der Insel ist. Es muss viele Tausende oder gar Millionen Jahre gedauert haben, bis diese einzigartig schöne Landschaft so geworden ist, wie wir sie heute bewundern können.

Die Cañadas und der Pico del Teide

Der Park erhält seine natürlichen Grenzen durch die Caldera also dem Kraterrand der Cañadas. Im Norden dieses Ringes befindet sich der Pico del Teide. Die Caldera (spanisch für Kessel) ist eine kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs mit rund 17 Kilometern Durchmesser. Ihre felsigen Ränder ragen deutlich empor und sind sofort zu erkennen, wenn man einmal in den Cañandas ist. Auf jeden Fall sollte man einen der vielen Wanderwege rund um das Gebiet des Teide einmal nutzen.

Roques de Garcia - Roque Cinchado und der "Finger Gottes"

Selbst wenn man nur eine kurze Strecke zurücklegt, ist es ein unvergessliches Erlebnis. Viele Besucher entscheidne sich dabei für die Roques de Garcia. Von vielen werden Sie auch einfach als "Los Roques" bezeichnet,Roque Cinchado was auch Spanisch "die Felsen" bedeutet und nebenbei bemerkt ein sehr treffender Name ist. Diese befinden sich unmittelbar vor dem Pico del Teide auf etwa 2200 Metern Höhe. Diese einzigartige Felsformation war nicht ohen Grund früher auf dem 1.000-Peseten-Schein abgebildet. Se erstrecken sich auf einer Länge von 1000 Metern und ein unvergesslich schönes Panorama bieten. Der wohl berühmteste Felsen der Roques de Garcia ist der Roque Cinchado, auch "Steinerner Baum" genannt und der "Finger Gottes". Dabei wird der Roque Cinchado fälschlicher Weise von vielen als "Finger Gottes" bezeichnet. Diese Verwechslung findet sich sogar in der Wikipedia und wird auch sehr deutlich wenn man die die Bilder in der Google-Suche anschaut. Was hingegen in der Wikipedia extrem gut erklärt ist, ist die Geologie des Teide und die ständige Frage, wann er das letzte mal ausgebrochen ist.
Gerade wenn man nur einen kurzen Spaziergang oder gar keinen in den Cañadas geplant hat ist dieser der beste Anlaufpunkt.

Ein definitives Highlight ist der Ausblick, den man von den Roques de Garcia aus erhält. Es offenbart sich die ganze Schönheit des majestätischen Teide. In den allermeisten Restaurants, Bars und Hotels findet sich eben von genau dieser Perpektive aus ein Bild des Teide.
Man erhält zudem einen grandiosen Blick in Ucanca-Ebene und ein Großteil der Montañas de las Cañadas kann mit seiner ganzen Pracht und Würde auf einen wirken.

Wandern in den Cañadas

Dabei gibt es unzählige Wanderwege in den Cañadas, die alle Ihren Reiz haben. Diese kan man alleine nutzen oder eine geführte Wanderung unternehmen. Es werden Wanderungen von unterschiedlicher Dauer mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad angeboten. Wenn Sie eine Wanderung unternehmen, sollten Sie ein paar Dinge beachten. Sie bewegen sich in den Cañadas auf einer Höhe von über 2.000 Metern. Dort ist die Luft deutlich dünner. Es empfiehlt sich für viele Menschen, nicht gleich volle Kraft zu wandern. Der Körper benötigt ein wenig, um sich an die Umgebung zu gewöhnen. Einigen Menschen wird zunächst etwas übel, wenn sie nach oben kommen. dies legt sich in der Regel jedoch schnell. Um so mehr empfiehlt es sich bei einer Besteigung des Teide oder auch vor der Nutzung der Seilbahn zunächst einmal eine Zeit in den Cañadas zu verbringen. Wer direkt in die Seilbahn steigt erhöht die Gefahr der Übelkeit deutlich. Sollten Sie sogar Kopfschmerzen verspüren, so ist dies oft auf die Höhenluft zurückzuführen und ein sicheres Zeichen dafür, dass Sie nicht weiter hoch sollten.
Die Temperaturen im Hotel an der Küste sich oft sehr unterschiedlich und in der Regel wärmer. Wanderer sollten unbedingt geeignete Schuhwerk dabei haben. Wenn man den Pullover am Ende nicht braucht, ist das kein Problem. Umgekehrt eventuell schon. Man sollte in den Cañadas unbedingt daran denken, dass die Sonne wesentlich intensiver ist. Daher sollte man sich entsprechend eincremen und gegebenenfalls auch an eine geeignete Kopfbedeckung denken. Durch den Wind spürt man die Sonne oft nicht so direkt
Für den Besuch des Teide-Nationalparks sollte man etwas Zeit mitbringen. Die vielen unterschiedlichen Eindrücke sollte man in aller Ruhe auf sich wirken lassen.

Der Parque Nacional de las Cañadas del Teide ist ein wahres Naturereignis, das ein Highlight eines jeden Besuchs auf Teneriffa sein sollte. Nicht nur Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten, sondern auch Abenteurer, Sportbegeisterte, Historiker und Wissenschaftler werden hier eine Fülle an Aufregendem, Interessantem und Einzigartigem erleben: Erstarrte Magmaflüsse, wild aufgehäufte Aschehalden, scharfkantige Felsbrocken, meterhohe, eindrucksvolle Lavazungen und polierte Schlackefelder lassen den Besucher in eine fremde, scheinbar virtuelle Welt voller neuer Eindrücke, Gerüche und Formen eintauchen. Inmitten einer kargen Mondlandschaften, rot, braun, und gelb leuchtenden Gesteinsformationen und wüstenartigen, beeindruckenden Gegenden, die einen erhaben ob der greifbaren Macht der Natur staunen lassen, offenbart sich den Besuchern ein sagenhaftes Spiel aus Farbe, Licht, Formen und Vegetation.

Tipps für den Besuch der Cañadas

Gerade wenn Sie in den Wintermonaten auf Teneriffa sind, sollten Sie sich vorab schlau machen, ob Wind und Schnee den Besuch nicht eventuell behindern. Wenn Sie auf dem Pico del Teide gerade keinen Schnee sehen und es insgesamt sehr windstill ist, können Sie sich die Frage eventuell sparen. Sollte der Pico del Teide jedoch über Nacht weiß geworden sein oder der Wind sehr stark sein, so kann einem die Frage einen Urlaubstag retten. Bei entsprechenden Schneefall in den Cañadas werden die Straßen gegebenenfalls einfach gesperrt. Leider merken viele dies erst unmittelbar vor den Cañadas, da es nicht sehr früh ausgeschildert wird.
Der Wind ist eher dahingehend problematisch als das die Seilbahn bei zu starkem Wind nicht unbedingt fährt. Wer also in erster Linien den Besuch der Cañadas mit der Nutzung der Seilbahn verbinden will, sollte dies berücksichtigen. Wer etwas flexibel bei der Planung ist, sollte ohnehin einmal einen Wetterbericht bemühen und seine Planung von den Prognosen abhängig machen. Zwar sind oben eher sehr selten Wolken, jedoch wird Aussicht schon sehr stark davon beeinflußt. Bei guter Sicht und entsprechender Route können Sie auch ohne Nutzung der Seilbahn die Inseln Gran Canaria, La Gomera, La Palma und El Hierro sehen. Vom Pico del Teide aus könnte es bei perfekter Sicht möglich sein die rund 200 Kilometer entfernte Insel Fuerteventura zu sehen. Jedenfalls gibt es Fotos, die von Fuerteventure aus deutlich den Teide zeigen. Lanzarote ist mit den rund 250 km Entfernung jedoch zu weit weg. Der Pico del Teide erlaubt mit seinen 3718 Metern eine Sicht über den Horizont von rund 217 Kilometern. Selbst wenn man die 671 Meter maximaler Höhe von Lanzarote mit einberechnet ist dies mathematisch unmöglich.
Wer jedoch den Pico del Teide komplett besteigen möchte, muss sich dafür vorab eine Genehmigung holen. Dies muss man jedoch 3 bis 5 Wochen vorher machen, so dass man dies also schon vor dem Antritt des Urlaubs erledigen muss.

Die richtige Kleidung und Ausrüstung

Die Temperaturen im Hotel an der Küste sich oft sehr unterschiedlich und in der Regel wärmer. Daher sollte man geeignete Kleidung dabei haben. Wenn man den Pullover am Ende nicht braucht, ist das kein Problem. Umgekehrt ist es das eventuell schon.
Man sollte in den Cañadas unbedingt daran denken, dass die Sonne wesentlich intensiver ist. Daher sollte man sich entsprechend eincremen und gegebenenfalls auch an eine geeignete Kopfbedeckung denken. Durch den Wind spürt man die Sonne oft nicht so direkt. Der Sonnenbrand kann jedoch am Ende sehr verheerend sein.
Wanderer sollten auf jeden Fall ausreichend zu Trinken und je nach Dauer auch zu Essen mitnehmen. Das empfiehlt sich auch, wenn man etwas auf die Kosten achtet. Denn die mit am teuersten Getränke auf der Insel findet man in den Cañadas.
Für den Besuch des Teide-Nationalparks sollte man etwas Zeit mitbringen. Die vielen unterschiedlichen Eindrücke sollte man in aller Ruhe auf sich wirken lassen.

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