Botanischer Garten

Botanischer Garten

Der Norden Teneriffas gilt aufgrund des ganzjährig milden Klimas im Zusammenspiel mit den aus nordöstlicher Richtung wehenden Passatwinden zu einer Region, in der die Natur noch in Superlativen zu bestaunen ist. Hier spielt die Natur mit ihrer ...

Botanischer Garten

Der Norden Teneriffas gilt aufgrund des ganzjährig milden Klimas im Zusammenspiel mit den aus nordöstlicher Richtung wehenden Passatwinden zu einer Region, in der die Natur noch in Superlativen zu bestaunen ist. Hier spielt die Natur mit ihrer ganzen Fülle und Pracht an Farben, Formen und Düften. Von der dort vorherrschenden endemischen Vegetation reich beschenkt ist der Norden Teneriffas insbesondere in den Frühlingsmonate von einem einmaligen Blütenmeer bedeckt.

Um die ganze Schönheit der Natur mitsamt ihren auffällig grellen Farben, skurrilen Formen, bemerkenswerten Anordnungen und wilden Farbkombinationen geballt an einem Ort zu vereinen, hat man im Norden Teneriffas südöstlich von Puerto de la Cruz den schönsten Botanischen Garten  auf den Kanaren erbaut.Impression Botanischer Garten Über eine Fläche von 25.000 Quadratmeter erstreckt sich eine Oase der Ruhe und Entspannung. Seit 1788 besteht der Traum aus Pflanzen, Blumen und Bäumen und weist eine beeindruckende Geschichte und Beständigkeit auf und zeugt von vergangenen glanzvollen Zeiten der Stadt Puerto de la Cruz.

Unter der damaligen Anweisung König Karls III. von Spanien sollte der Botanische Garten die Pflanzen aus den Tropen auf spanischem Gebiet mit entsprechenden klimatologischen Bedingungen akklimatisieren. Damit wurde der Grundstein des heutigen Jardín Botaníco gelegt, der mittlerweile Pflanzen aus allen Kontinenten der Erde, wie Kaffee, Mangos, Zimt- und Pfefferbäume beherbergt. Eine ansehnliche Sammlung von tropischen und subtropischen Pflanzen kann nun dank der hingebungsvollen Arbeit findiger Gärtner, insbesondere dem Schweizer Gärtner Hermann Wildpret, bestaunt werden. Dieser kam 1859 nach Teneriffa und nahm sich hingebungsvoll dem Garten an – mit sichtlich großem Erfolg. Wie in der Pflanzenkunde üblich sind die Bäume und Pflanzen mit ihren lateinischen Namen ausgezeichnet. Besondere Bäume wie der  Afrikanischer Tulpenbaum (Spathodea campanulata), der Lichtnussbaum (Aleurites moluccana), der Florettseidenbaum (Chorisia speciosa) odertropische und subtropische Pflanzen der Jackfruchtbaum (Artocarpus integrifolius) bilden in ihrer ganzen Pracht zusammen mit Seerosen (Nymphaea spp), Bananengewächsen (Musaceen-Samlung), der Esels-Feige (Ficus sycomorus) und dem Rosenapfel (Syzygium jambos) neben zahlreichen anderen wunderschönen und farbenfrohen, bunten Pflanzen ein attraktives Gesamtkunstwerk im Botanischen Garten. Besonders hervorzuheben sei dabei die anmutige Heliconia, eine Pflanze mit einem roten Papageienschnabel, sowie die „Strelitzia gigante“, eine Baumstrelitzie, die mehrere Meter hoch wächst und durch ihre Größe und Schönheit besticht. Bäume, die sich wie eine Frühstückskarte lesen, sind wahre Seltenheiten und ein Highlight bei den Besuchern: der Leberwurstbaum (Kigelia africana), der Brotfruchtbaum (Artocarpus altilis) und der Kaffeebaum (Coffea arabica).

Der Hijuela del Botanico inmitten von La Orotava bildet dabei eine Art Außenstelle des Jardín Botaníco in Puerto de la Cruz. Mit mehr als 3.000 unterschiedlichen tropischen und subtropischen Pflanzenarten zumeist aus Süd- und Zentralamerika, Afrika und Australien kann man die Blütenvielfalt auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern bewundern. Der Hijuela del Botánico wurde auf Anordnung des VI. Marqués de Villanueva del Prado als eine Art Zusatz des Jardín de Aclimatación de la Orotava, dem heutigen Botanischen Garten in Puerto de la Cruz, angelegt. Neben gewöhnlichen Bananenstauden kann man zudem liebevoll angelegte Blumenrabatten mit üppig blühenden Strelizien, Lilien und anderen subtropischen Gewächsen bestaunen. Besondere Highlights des Gartens sind der Flammenbaum (Delonix regia), die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum), die Koniferen aus Australien sowie der Zapote.

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